Vita

Erzdiakon Samuel Aksoy Mürike:  

Geboren wurde ich am 01.04.1946 in Midyat.

Meine Schulzeit:
Vormittags durfte ich die staatliche Schule besuchen, nachmittags bekam ich in der kirchlichen Schule Unterricht.

Erste Lehre bei Pfarrer Samuel Akdemir in der Kirche Mor Akhsnoyo in Midyat.
Zweites Lehrjahr bei Pfarrer Mako in der Kirche Mor Shmuni in Midyat.
Drittes Lehrjahr bei Pfarrer Ibrahim Aksan in der Kirche Mor Shmuni in Midyat.
Viertes und fünftes Lehrjahr bei Pfarrer Simon Türker in der Kirche Mor Shmuni in Midyat. Zum Kyrilos (Gesang-Kyrilos) geweiht worden bin ich im Jahre 1958 vom Bischof Ivanesus Afrem Bilgic in der Kirche Mor Shmuni in Midyat.

Im August 1958 bin ich nach Istanbul gezogen und habe als Schneider bei meinem Verwandten Zeito Pamuukcu gearbeitet, später habe ich mich selbständig gemacht.

Am 15.03.1963 bin ich nach Deutschland gekommen weil ich annahm, dass es in Deutschland viele Christen gibt.

Ich habe in der Firma Hohenstein in Kreilsheim als Springer für 1 Jahr gearbeitet.
Dann bin ich nach Aalen gegangen und habe als Dolmetscher und Springer in der Firma Greifwerke gearbeitet bis 1966.
Danach bin ich nach Aschaffenburg umgezogen und habe als Dolmetscher und Springer gearbeitet bei der Firma Desch. Ich habe in der Textilgewerkschaft als Dolmetscher ehrenamtlich geholfen.

Abends und an den Samstagen habe ich mich in der Bekleidungsfachschule in Damm als Bekleidungstechniker ausbilden lassen.
Im Jahre 1967 musste ich wieder in die Türkei um meinen Militärdienst zu absolvieren.

Ich bin ins türkische Militär und führte eine 10-Mann Kompanie an. Daneben habe ich für die Frauen der Generäle Damenkleider entworfen und genäht.

1969 habe ich meine Frau kennengelernt und geheiratet.

Im Juli 1969 bin ich mit ihr nach Altensteig umgezogen und habe dort in der Firma Boisen als Schweißer gearbeitet.

1970 bin ich nach Aschaffenburg gezogen. Habe ich in der Firma Desch und dann bei der Firma Basler gearbeitet. In der Firma Basler habe ich als Stepper gearbeitet. Ich habe mich dann selbstständig gemacht und hatte sehr viel zu tun.

1980 hatte ich eine schwere Operation wegen einer chronischen Leberkrankheit. Nach der Operation habe ich in meiner selbständigen Arbeit nur noch Musterteile angefertigt, da dies leichter zu bewerkstelligen war. Ich habe über 40 Jahre den Menschen verschiedener Nationen ehrenamtlich geholfen. 12 Jahre lang war ich im Vorstand des Europäischen Diözesenrats.

Ich habe in Großostheim den Verein Antichoische-Syrische-Orthodoxe Christen e. V. gegründet. 20 Jahre war ich der 1. Vorsitzende. Mit der katholischen und evangelischen Geschwisterkirche hatte ich viele Gottesdienste und Veranstaltungen gehabt. Ich habe Vorträge gehalten und stellte Ikonen-Glasmalereien aus. Im Vereinshaus habe ich vielen aramäische Kindern, aramäisch Wort und Schrift beigebracht. Daneben habe ich ihnen Tradition, Kultur, Tanzen und Folklore beigebracht.

Den Männern und Frauen habe ich beigebracht wie man richtig betet. Mein Leben ist der christlichen Kirche, Gott und den Menschen gewidmet. Ich habe beim kath. Priesterseminar teilgenommen und habe 18 Monate Pastoral, Pädagogik und Psychologie studiert in Würzburg.

Nach 25 Jahren bin ich zum ersten Mal wieder nach Istanbul gereist und habe drei Firme beauftragt um für mich Damenbekleidung zu importieren. Ich hatte 4 Vertreter gehabt, die die Ware an Modezentren und Spezialboutiquen bis 1996 verkauften.

Meine Krankheit hat sich rapide verschlechtert und die Arbeit war für meine Frau mit sechs Kindern alleine zuviel. Deswegen habe ich das Geschäft aufgegeben und habe mich entschieden nur der Kirche zu dienen. Ich habe stets auf mein Ruf als Ehrenmann geachtet. Ich habe 40 Jahre lang die Tätigkeit eines Sozialarbeiters und Seelsorgers übernommen. Ich bin im Jahre 1985 nach Jerusalem gepilgert und dort hat mich der Bischof Diyonisus Behnam Jjawii zum Sub-Diakon geweiht. Am 28. 02. 1997 wurde ich in Jerusalem vom dortigen Bischof Severius Malke Mariet zum Diakon geweiht.

Am 14.03.1998 bin ich vom selben Bischof Severius Malke Mariet zum Erz-Diakon in Jerusalem geweiht worden.

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